Achten auf Volksstärke

Bei der Durchsicht der Völker im Frühjahr merke ich mir die schwachen, mit vorhandener Königin, aber gesunden Völker.

Solche Völker stelle ich jetzt über Absperrgitter jeweils auf starke Völker. Die Bienen des starken Volkes helfen die Brut des oberen schwachen Volkes zu pflegen. Durch die jetzt mehr vorhandenen Pflegebienen wird auch die Königin veranlasst, eine höhere Anzahl Eier zu legen. In 4 bis 5 Wochen sollte  sich die Volksstärke beider Völker angeglichen haben.

Dieser Eingriff ist in zweifacher Weise positiv. Erstens habe ich so einem Volk zu neuer Stärke verholfen, das ansonsten  nur als kleines Völkchen über den Sommer gekommen wäre und den kommenden Winter wahrscheinlich nicht überlebt hätte. Zum zweiten hat dieses Volk durch seine gewonnene Stärke die Kraft, mit einer erheblichen Anzahl an Flugbienen einen entscheidenden Beitrag zur Bestäubung der Pflanzen in der Umgebung zu leisten. Nicht zuletzt wird auch sein Honigertrag zufriedenstellen.

Sammeln erster Pollen

Nach Kälte und Regentagen endlich mal ein ein durchwachsener Tag mit Sonne, Wolken und kurzen Schauern.

Die Bienen nutzen die Regenpausen um bei Mittagsthemperaturen um die 14 Grad fleißig auszufliegen. Sie bringen sowohl Wasser als auch Pollen in den Stock. Der gesammelte Pollen ist in den Farben creme-weis und auch gelb.

Desweiteren sind einige Bienen mit dem Frühjahrsputz beschäftigt. Verstorbene Bienen werden das Flugloch hinausbefördert und Verunreinigungen am Boden der Beute beseitigt. Sehr gut kann man den Erfolg im Eingangsbereich sehen, der von dem über den Winter sich bildenden Belag gesäubert wurde.

Ist der Totenfall zu stark, so dass die Bienen das Ausräumen wahrscheinlich nicht schaffen, tausche ich den verschmutzten gegen einen sauberen Boden entweder aus oder kehre die toten Bienen ab.

Starker Frost Ende Februar bis Anfang März

In der letzten Februarwoche erreichen die Themperaturen an unseren Bienenständen Werte von unter 10 Grad Minus. Die Völker haben schon einiges an Brut und wärmen diese mit hohem Futterverbrauch. Bis zu 300 g Gewichtsabnahme pro Beute und Tag kann man feststellen. Hier zahlt es sich aus, dass im Herbst gut eingefüttert wurde.

Ein Hantieren an den Bienenbehausungen ist in jedem Fall zu unterlassen, denn Bienen, die bei diesen Themperaturen aus den gebildeten Traube fallen, werden nicht mehr die Kraft haben zurückzufinden und werden sterben.

Mit Spannung erwarten wir wärmere Tage im März, um die ersten vorbereitenden Arbeiten für die Trachtsaison an den Bienenständen zu verrichten.

Februar: Blick in die Bienenbehausung

War der Januar noch recht warm, so verharren  jetzt in den Februartagen die Themperaturen im Minusbereich. Werte in der Nacht um -2 bis -8 Grad und Tageswerte trotz Sonnenschein von -4 Grad werden häufig erreicht.

Die Bienenvölker sind schon einige Zeit in Brut. Dabei müssen die Bienen für hohe Brutthemperaturen sorgen, was zu einem höheren Futterverbrauch des Volkes führt. Reichlich im Herbst aufgefüttert, sollte der Futtervorrat bis zum Blühen reichen. Vorsichtshalber wird jedes Volk jedoch kontrolliert. Dabei genügt es, wenn die Beute an einer Seite angehoben und das Gewicht geschätzt wird.

Bei allzu leichten Beuten wird nachgeschaut. Ein kurzes Öffnen der Beuten schadet nicht. Dabei kann man sowohl den Volkssitz auf den Waben erkennen, als auch durch einen Blick zwischen die Rähmchen feststellen, ob noch verdeckeltes Futter vorhanden ist.

Hier ist alles in Ordnung. Das Volk hat sich wegen der Kälte stark zusammengezogen und besetzt etwa 4 Wabengassen in der vorderen Hälfte.

Ein Blick auf die Gemüllablage, die vor 4 Wochen eingeschoben wurde, gibt ein genaueres Bild. Bienensitz im Wesentlichen vorne bis Mitte. Futterabnahme im hinteren Bereich der Waben, zu erkennen an den hellen Wachs-teilchen. Bald wird auch dieser hintere Abschnitt der Waben zur Brut genutzt werden.

Warmer Januar

Der bis in den Januar milde Winter lässt nicht nur die Bienenvölker inzwischen kräftig brüten. Blumen und Pflanzen haben zumindest an geschützten Stellen wie die Ringelblume bis hierhin überlebt.

Die Frühjahrsblüher setzen schon ihre Akzente.

 

Honig aus der Akazienblüte

Akazienhonig oder doch Robinienhonig

Weil Akazienhonig in Deutschland aus den Blüten der Robinie gewonnen wird, müsste er eigentlich als Robinienhonig bezeichnet werden. Robinien werden oftmals fälschlicherweise mit Akazien gleichgesetzt und besitzen deshalb auch den botanischen Namen Robinia pseudoacacia. Im Volksmund werden die Bäume als Scheinakazie oder falsche Akazie bezeichnet. Tatsächlich sind Robinien und Akazien entfernt miteinander verwandt – sie werden beide den Hülsenfrüchtlern Fabales zugezählt.



Weil in Deutschland und anderen europäischen Ländern keine Akazien wachsen, handelt es sich bei aus diesen Ländern stammendem Akazienhonig grundsätzlich um Robinienhonig.

So schmeckt Akazienhonig

Bei Akazienhonig handelt es sich um einen dünnflüssigen Honig, der nur langsam kristallisiert. Zu verdanken hat die Honigsorte dies ihrem hohen Fruktosegehalt.

Akazienhonig zeichnet sich durch eine blassgelbe bis zartgrüne Färbung aus und besitzt einen sehr milden, süßlichen, aber dennoch aromatischen Geschmack. Durch seine  dünnflüssige Konsistenz eignet sich diese Honigsorte besonders gut zum Süßen von heißen Getränken.